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Darkthrone: Pre-Historic Metal (Review)

Artist:

Darkthrone

Darkthrone: Pre-Historic Metal
Album:

Pre-Historic Metal

Medium: CD/LP/Download
Stil:

Black-, Doom-, Heavy- und Speed-Metal

Label: Peaceville Records
Spieldauer: 41:05
Erschienen: 08.05.2026
Website: [Link]

Fenriz und Nocturno Culto sind wohl die Parade-Eigenbrötler des Heavy Metal. Musiker, die sich seit jeher mit Haut und Haaren ihrer Kunst verschrieben haben und ansonsten wenig bis nichts darüber hinaus von sich selbst in den Äther spucken.
Pre-Historic Metal“ ist dabei nicht nur das zweiundzwanzigste Studioalbum von DARKTHRONE, sondern markiert auch das vierzigjährige Bandjubiläum. Ein Grund zum Feiern? Für die Band auf jeden Fall, für die Fans vielleicht…


Frostgrantigen Black Metal a la „Transilvanian Hunger“ erwartet wohl kaum jemand, der sich (wenigstens oberflächlich) mit der Musik des Duos beschäftigt hat.
Aber was darf bzw. kann denn erwartet werden?
Zumindest immer noch authentischer Rumpel-Charme, den die beiden Metal-Käuze mit der Aufschrift 'No Metronom since 1987' auf dem Backcover des Albums bekräftigen. Des Weiteren finden sich einige Anleihen psychedelischer Sounds in der Musik.
Der grummelige Opener „They Found One Of My Graves“ etwa, startet als klassischer DARKTHRONE-Heavy-Punk-Black Metal Hybrid, wie er in dieser Art nur von den beiden Norwegern stammen kann, ehe sich zum Ende hin besagte Psychedelik in den Sound einschleicht und die eh schon knorrige Stimmung mit zusätzlicher Kauzigkeit aufwertet.


Der Titeltrack scheppert in gewohnt räudiger Manier, ehe sich Speed-Metal-Tempo breitmacht und spitze Schreie sowie primitive Rhythmik die Flamme des ursprünglichen Geistes des Genres hochhalten (der Titel hat schließlich einen Grund).
„Siberian Thaw“ dagegen kreuzt knorrigen Doom Metal mit Heavy-Metal-Gitarren, die immer wieder in kurzem Galopp voranpreschen. Ob’s den zähen Psychedelic-Break in der Mitte des Stücks braucht, ist Ansichtssache, denn weder Schaden noch Mehrwert stellen sich ein.


Anders verhält es sich mit „Deeply Rooted“, das mehr als ein Parade-Riff des klassischen Heavy-Metal-Eingangsriff bereithält. Dazu gibt’s eine rhythmische Kämpferhaltung, die wie gemacht für gereckte Fäuste ist. Auch sehr schön: Der epische Anstrich führt gegen Ende des Stücks zu einigen 'Klargesängen', die, so schräg sie auch klingen mögen, vor Kraft strotzen und den Kauz-Faktor ansteigen lassen.
„The Dry Wells Of Hell“ verbindet dann die Vorliebe der beiden Musiker für klassischen Heavy Metal (inklusive Falsett-Gesang) mit ihrer typisch grummelnden Atmosphäre zwischen Frost und Dreck. Dass Riffing und Tempo diverse Gelegenheiten für Headbanging oder Fistraising bieten, lässt das Stück auch ohne überbordenden Innovationsgeist (Wer braucht den schon bei DARKTHRONE?) als Gewinner über die Ziellinie schreiten.


„So I Marched To The Sunken Empire“ erzeugt als instrumentales Interlude Spannung mithilfe von Space-Synthies und Doom-affiner Rhythmik und ebnet den Weg für „Eat Eat Eat Your Pride“. Mit leichter Crust-Punk-Note verschleppen Fenriz und Nocturno Culto das Tempo des Stücks und geben ihrer Vorliebe für CELTIC FROST viel Raum.
„Eon 4“ wirft den Blick zurück gen „Soulside Journey“, fand besagte Songreihe doch auf diesem Album ihren Anfang.
Mit einer Vielzahl von klassischen Heavy Metal-Zitaten, aber auch Doom- und Black-Metal-Einflüssen verneigen sich DARKTHRONE sowohl vor ihren Einflüssen als auch vor sich selbst. Einziger Nachteil dabei ist, dass am Ende kaum etwas von dem Stück hängen bleiben will. Aber was soll’s? Käuze pfeifen schließlich auch nicht immer ihre Lieblingsmelodie.


FAZIT: Fenriz und Nocturno Culto bleiben sich mit „Pre-Historic Metal“ erneut treu und ziehen stur ihr Ding durch. Was anderes sollte man von DARKTHRONE aber auch nicht erwarten! Schert sich das Duo doch seit jeher einen feuchten Kehricht um Einflüsse anderer (wenigstens auf die eigene Musik). Daher bleibt der Mikrokosmos der Norweger immer noch klar abgesteckt und sofort erkennbar. DARKTHRONE machen DARKTHRONE-Musik! Und das ist verdammt noch mal gut so!

Dominik Maier (Info) (Review 38x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 12 von 15 Punkten [?]
12 Punkte
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Tracklist:
  • They Found One Of My Graves
  • Pre-Historic Metal
  • Siberian Thaw
  • Deeply Rooted
  • The Dry Wells Of Hell
  • So I Marched To The Sunken Empire
  • Eat Eat Eat Your Pride
  • Eon 4

Besetzung:

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Interviews:
Kommentare
Thor
gepostet am: 15.06.2026

"...wenig bis nichts darüber hinaus von sich selbst in den Äther spucken"?

Dafür geht der Hiking Metal Punk gerne öffentlich wandern! ;-) Nichts für ungut, Ted hat seine Zurückgezogenheit filmisch portraitieren lassen ("The Misanthrope"), doch Fenriz ist doch ziemlich präsent, z.B. durch seine Kolumne im Deaf Forever...

https://youtu.be/IlFqTUZJnpA?si=8o6zSJnRJk0mxlkQ
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